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Robotik im Handwerk, unsere aktuellen Fortschritte und erreichten Projekt-Meilensteinen sowie Veranstaltungen und Messen, auf denen Sie die Robotik-Expert*innen und Partner aus dem LEROSH Projekt treffen können.

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Cobots LIVE @HWK Berlin

Wir waren Teil der interaktiven Ausstellung der Handwerkskammer Berlin am 24. Januar 2024: Cobots live im Einsatz!

Darum ging es: Wie kleine Roboter das Handwerk und die Kleinserienproduktion produktiver machen.

Wann: 24.01.2024 von 13.00 – 18.00 Uhr (Einlass ab 12.00 Uhr)

Wo: Im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Berlin, Großer Saal, Mehringdamm 14, 10961 Berlin.

18 Live-Anwendungen zeigen wie Handwerks-Unternehmen Cobots als neue Werkzeuge in die Maschinenhalle mit aufnehmen. Da durfte natürlich unsere robotische Schleifanwendung nicht fehlen. Das unsere Anwendung einfach auf- und wieder abgebaut werden kann, haben wir bereits bewiesen. Das war auch bei unserem Ausflug an den Mehringdamm von Vorteil!

Auch die Präsidentin der Handwerkskammer Berlin Carola Zarth war vor Ort, um sich über das Potential von robotischen Lösungen für das Handwerk zu informieren.

LEROSH Jahrestreffen 2023

Im Dezember 2023 begrüßten wir unsere LEROSH Projektpartner zum Jahrestreffen in Berlin.

Einen Termin mit allen Projektpartner*innen aus Handwerk und Forschung zu finden, ist immer eine Herausforderung, aber auch Grundlage für einen produktiven Austausch.

Dank der zahlreichen Teilnahme konnten wir uns in Präsentationen und Workshops zum Status Quo des Projekts austauschen. Neben dem Diskurs über neue Roboter Technik stand auch der Ausblick auf die kommende Projektphase im Jahr 2024 auf dem Programm.

Fazit? Es wird spannend!

Local Robot Day – Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science e.V. | 19.09.2023

Am 19.09.2023 fand der Local Robot Day des Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science statt.

Unser Forschungs-Team hat den Stresstest bestanden! Wie schnell unser Versuchslabor ab- und aufgebaut werden kann, stellten wir am Local Robot Day im Werner von Siemens Center unter Beweis. Hier gab es neben spannenden Einblicken hinter die Kulissen von LEROSH auch praxiserprobte Beispiele, bei denen Roboter schon heute Handwerker*innen bei der Arbeit entlasten.

Adrian Sieler von der TU Berlin zeigte in seiner Keynote bei der #RobotiXperience das Spannungsfeld zwischen Zukunftsvisionen und der Realität der Robotikforschung.

Gunnar Bloss von werk5 präsentierte den Status Quo im Projekt und Bastian König von Interactive Scape führte die Live-Demo vor.

Wir freuen uns auf die nächsten Möglichkeiten zum Austausch!

Segmentierung und Pfadplanung für die robotergestützte Oberflächenbearbeitung von komplexen Bauteilgeometrien

Unsere Projektpartner vom Institut für Robotik und Mechatronik des DLR (DLR Robotik und Mechatronik Webseite) haben ein erstes IEEE-Paper zum Roboterschleifen veröffentlicht.

Gratulation!
(Team: Stefan Schneyer, Arne Sachtler, Thomas Eiband und Korbinian Nottensteiner)

Kurzbeschreibung:
Mit der vorgestellten Methode werden die Oberflächen komplexer Bauteilgeometrien automatisch analysiert und nach Art der Bearbeitbarkeit mit einem Schleifwerkzeug segmentiert. Ein Roboterarm fährt im zweiten Schritt automatisch erzeugte Bearbeitungswege in entsprechender Winkel-Anstellung des Werkzeugs ab.

So können Anwender komplexe Teile ohne Programmierungsaufwand mit dem Roboter bearbeiten. Aufgrund der großen Variabilität in der Kontaktführung von Werkzeug und Bauteil können selbst mit relativ großen Werkzeugen auch kleine Bereiche und Kavitäten erreicht werden.

Links zum vollständigen Paper:

„Das Projekt LEROSH befindet sich noch in der Anfangsphase, aber die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Die lernende Roboter – Schleiftechnologie hat das Potenzial, die Arbeitsabläufe im Handwerk zu revolutionieren und die Qualität der Ergebnisse zu verbessern.“

Mit Robotik und Künstlicher Intelligenz zum idealen Werkzeug fürs Handwerk - Interview mit Gunnar Bloss

Automatisierung und Handwerk können sich ideal ergänzen.
„Die CNC-Technik hat uns schon weit gebracht, aber mit Robotik und Künstlicher Intelligenz geht noch mehr“, ist Gunnar Bloss, Geschäftsführer von werk5 | new craft aus Berlin überzeugt.

Der Modellbaubetrieb hat sich bislang an zwei Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu Robotik und KI beteiligt. Die daraus gewonnene Expertise bringt der Chef des Handwerksunternehmens in das Netzwerk „Lernende Systeme“ ein. Auf der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten und von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften betreuten Plattform sind rund 200 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft versammelt, die sich mit KI beschäftigen.

„Unser Fernziel sind lernfähige Systeme, die vom Anwender selbst für seinen Zweck trainiert werden können.“ Am Ende soll kein „teures Super-Spezialgerät“ für den Einsatz unter Laborbedingungen entwickelt werden, sondern eine Lösung für die Praxis, welche einfach zu handhaben ist und die Produktivität steigert. „Wenn dieser Roboterarm annähernd eine Sensibilität aufweist wie die von einem Menschen gelernte Handbewegung, dann wäre er ein ideales Werkzeug für das Handwerk.“

Zumal im Handwerk immer mehr helfende Hände fehlen. Für Gunnar Bloss sind Roboter deshalb auch ein hilfreiches Werkzeug, um den Fachkräftemangel bewältigen zu können.

Autor: Bernd Lorenz

Lesen Sie den ganzen Artikel im Handwerksblatt!

Podiumsdiskussion: Lernfähige Robotik in der industriellen Produktion und im Handwerk - HANNOVER MESSE 2023

Was ist Lernfähigkeit in der Robotik?

Lernfähigkeit von Robotiksystemen beruht darauf, dass aus einer Erfahrung in Bezug auf bestimmte Aufgaben sowie an einem angemessenen Leistungsmaß gelernt wird. Das bedeutet, dass sich die Erfüllung einer Aufgabe mit der Erfahrung verbessert, und zwar gemessen an einem Leistungsmaß (vgl. Mitchell 1977).

Um eine Aufgabe zu lösen, können bei Robotiksystemen zum Beispiel mit Lernalgorithmen trainierte Modelle eingesetzt werden. Mit Hilfe des Lernalgorithmus kann auch im laufenden Betrieb weitergelernt werden: Die Systeme verbessern die vorab trainierten Modelle und erweitern ihre Wissensbasis und Fähigkeiten. Heute wird von fortgeschrittenen Robotiksystemen erwartet, dass sie ihr Verhalten eigenständig erlernen und anpassen können.

➡ Potenzial:
KI treibt die #Automatisierung der Robotik in Industrie und Handwerk voran. Das birgt Chancen für mehr Nachhaltigkeit. Denn: Lernende Roboter ermöglichen beispielsweise eine energieeffiziente Ablaufplanung, so Jan Seyler (Festo)
➡ Akzeptanz:
Die Akzeptanz für den Einsatz von Robotern im Handwerk ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Nun stellt sich die Frage: Wie können erfahrene HandwerkerInnen ihre Expertise an lernfähige Roboter weitergeben, so Gunnar Bloss (werk5 | new craft)
➡ Training:
In der KI-gestützten Robotik liegt eine Herausforderung darin, belastbare Trainingsdaten zu bekommen. Das sei weit schwierger als etwa beim Training von Sprachmodellen, so Dorothea Koert (Technische Universität Darmstadt)
➡ Transfer:
International ist Deutschland in #Industrie und #Robotik mit guter Forschung, innovativen Mittelständlern und #Startups stark positioniert. Dieses Ökosystem gilt es nun für Industrie und Handwerk nutzbar zu machen, so Jan-Henning Fabian (ABB)

Weitere spannende Fragen und Antworten finden Sie im Video:

Viel Spaß!

Direktlink zum Stream
Teilnehmer Podiumsdiskussion

LEROSH on the road II. Von Chemnitz nach Markneukirchen. November 2022

Im November ging die Reise der LEROSH Entwickler*innen weiter nach Chemnitz in die Hallen des Fraunhofer IWU und in die Musikstadt Markneukirchen, um Einblicke in die Handwerkskunst des Cellobaus von Stefan Kreul zu gewinnen.

Neben der Arbeit mit großen, beeindruckenden Industrierobotern konzentriert sich das Fraunhofer IWU auf die Entwicklung individueller Automatisierungslösungen für das Handwerk, für LEROSH das Schleifen. Das nötige Know-How, das ein Roboter lernen und beherrschen soll, kommt vom Handwerk selbst – Wissen das teils über Generationen weitergegeben wurde. Stefan Kreul und seine Mitarbeiter*innen haben hierfür Ihre Werkstatt geöffnet und uns in die Kunst des Musikinstrumentebaus eingeführt – und uns nebenbei die größte spielbare Geige gezeigt!

LEROSH on the road. Von Bremervörde nach Rehna. November 2022

Die LEROSH Projektpartner*innen waren zu Besuch bei Strehl GmbH & Co. KG, um Schritt für die Schritt den Herstellungsprozess einer Kinderorthese nachzuverfolgen. Neben spannenden Einblicken in die handwerkliche Fertigung zeichneten sich die Herausforderung und die Notwendigkeit ab, den kleinen Patient*innen eine individuell angepasste Lösung anbieten zu können. Es entstand ein reger Austausch über den optimalen Einsatz von Robotern, der diese wichtige Arbeit und die Menschen dahinter unterstützen kann.
Der zweite Tour-Tag führte die Projektpartner*innen in die Tischlerei Eigenstetter GmbH, die sich durch handgefertigte Unikate und Restaurationsarbeiten auszeichnet – und gleichsam auf die Unterstützung des Roboterriesen KUKA KR 500 setzt.

Offizieller Projektstart: 01.08.2022

3 Jahre interdisziplinäre Forschung zur Robotik im Handwerk

Zum Startschuss unseres gemeinsamen Verbundprojekts, gefördert durch das BMBF im Rahmen des Programms „Handwerk 4.0: digital und innovativ“, trafen sich alle 9 Partner*innen aus verschiedenen Gewerken des Handwerks sowie der Forschung in Berlin und entwickelten unter der Leitung von Diana Bennewitz eine gemeinsame Vision für die Zusammenarbeit und gemeinsame Kommunikation der nächsten drei Projektjahre.

Vielen Dank an alle Partner*innen für diesen inspirierenden und motivierenden Start in drei aufregende Jahre der Zusammenarbeit!

Mit besonderem Dank an Martina Göttel und Diana Bennewitz

LEROSH – Einfach mit Robotern arbeiten!

automatica Juni 2022: Aktuelle Schleifwerkzeuge für den Robotereinsatz

Schleifen und Polieren mit Robotern ist bereits Realität, z.B. mit den Schleifaufsätzen der Firmen OnRobot oder FerRobotics. Beide System können die Anpresskraft des Schleifaufsatzes nachregeln. Das OnRobot-System kann auch die Ausrichtung zur Oberfläche über eine Auswertung des Drehmoments nachjustieren. Die gewünschten Bearbeitungspfade/-punkte können vom Anwender bei OnRobot mittels UR-Cap (Universal Robots) und über einfache Eingabeinstrumente oder den Roboter selbst vorgegeben werden.

 

Kraftgeregelte Oberflächenbearbeitung

FerRobotics bietet als Marktführer eine große Bandbreite an kraftsensitiven Schleifwerkzeugen. Die Bahnplanung muss allerdings vorprogrammiert sein.

 

Der Fachkräftemangel wird immer spürbarer

Statista (23.11.2021)